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Der Konsensus empfiehlt eine funktionelle Klassifikation in major und minor hemoptysis anstelle rein volumetrischer Schweregrade. BAE ist bei jeder major sowie bei konservativ nicht kontrollierter oder rezidivierender minor Hämoptyse indiziert; dies wird als starke Empfehlung mit Evidenzgrad A angegeben. Kontrastverstärkte CT/CTA vom Hals bis L2 mit Rekonstruktionen von höchstens 1 mm wird präinterventionell stark empfohlen. PVA-Partikel von 150–710 µm werden empfohlen, während Partikel unter 150 µm vermieden werden sollen; diese Untergrenze steht im Konflikt zur konservativeren CIRSE-Grenze von 300 µm. Details
Lebensbedrohliche Hämoptyse wird als mehr als 150 mL in 24 Stunden, mindestens 100 mL pro Stunde oder jede Blutung mit Atemwegsobstruktion, respiratorischem Versagen, Instabilität oder Transfusionsbedarf definiert. Initial stehen Atemwegssicherung, Positionierung der blutenden Seite nach unten, Kreislaufstabilisierung und Reversion antithrombotischer Therapie vor der Ursachenbehandlung. Bei stabilen Patienten ist CTA die bevorzugte Untersuchung; BAE ist die zentrale definitive Therapie für vaskuläre und parenchymale Blutungsquellen. Der vorgeschlagene Follow-up-Plan umfasst eine Kontrolle nach einer Woche, anschließend nach 1, 3, 6 und 12 Monaten und danach jährlich, ist jedoch expertenbasiert. Details
In der General Practice Research Database wurden 2.938 Männer und 1.884 Frauen mit einer erstmals dokumentierten Hämoptyse identifiziert. Die altersstandardisierte Inzidenz betrug 138,5 pro 100.000 Personenjahre bei Männern und 83,6 pro 100.000 Personenjahre bei Frauen. Die Studie erfasste den Zeitraum 1995–2000 und ist daher ein epidemiologischer Anker, keine aktuelle deutsche Schätzung. Kodierungsverhalten, Altersstruktur und Versorgungssystem schränken die Übertragbarkeit ein. Details
Bei lebensbedrohlicher Hämoptyse bewertet das ACR Thoraxröntgen, kontrastverstärkte CT, CTA und Bronchialarteriografie mit Embolisation als 'Usually Appropriate'. CTA erhielt ein Rating von 8 und bei massiver Hämoptyse eine starke Evidenzbewertung. Auch bei nicht massiver Hämoptyse sind Thoraxröntgen, kontrastverstärkte CT und CTA üblicherweise angemessen. Das themenspezifische Dokument ist weiterhin als Revised 2019 ausgewiesen; im Aktualitätsfenster wurde kein neues Hämoptysen-Kapitel gefunden. Details
Elf Studien mit 2.015 Patienten und 226 bestätigten Lungenkarzinomen wurden eingeschlossen. Die gepoolte Sensitivität der CT betrug 98 % (95-%-KI 93–99 %) gegenüber 86 % (95-%-KI 63–95 %) für die flexible Bronchoskopie. Für die Bronchoskopie wurden eine Spezifität von 100 %, LR+ 1.152,7 und LR− 0,14 berichtet. Bei negativer CT fand sich kein wesentlicher routinemäßiger diagnostischer Zusatznutzen der Bronchoskopie; retrospektive Designs und Heterogenität begrenzen jedoch die Aussage. Details
Der Konsensus empfiehlt eine funktionelle Klassifikation in major und minor hemoptysis anstelle rein volumetrischer Schweregrade. BAE ist bei jeder major sowie bei konservativ nicht kontrollierter oder rezidivierender minor Hämoptyse indiziert; dies wird als starke Empfehlung mit Evidenzgrad A angegeben. Kontrastverstärkte CT/CTA vom Hals bis L2 mit Rekonstruktionen von höchstens 1 mm wird präinterventionell stark empfohlen. PVA-Partikel von 150–710 µm werden empfohlen, während Partikel unter 150 µm vermieden werden sollen; diese Untergrenze steht im Konflikt zur konservativeren CIRSE-Grenze von 300 µm. Details
Lebensbedrohliche Hämoptyse wird als mehr als 150 mL in 24 Stunden, mindestens 100 mL pro Stunde oder jede Blutung mit Atemwegsobstruktion, respiratorischem Versagen, Instabilität oder Transfusionsbedarf definiert. Initial stehen Atemwegssicherung, Positionierung der blutenden Seite nach unten, Kreislaufstabilisierung und Reversion antithrombotischer Therapie vor der Ursachenbehandlung. Bei stabilen Patienten ist CTA die bevorzugte Untersuchung; BAE ist die zentrale definitive Therapie für vaskuläre und parenchymale Blutungsquellen. Der vorgeschlagene Follow-up-Plan umfasst eine Kontrolle nach einer Woche, anschließend nach 1, 3, 6 und 12 Monaten und danach jährlich, ist jedoch expertenbasiert. Details
In der General Practice Research Database wurden 2.938 Männer und 1.884 Frauen mit einer erstmals dokumentierten Hämoptyse identifiziert. Die altersstandardisierte Inzidenz betrug 138,5 pro 100.000 Personenjahre bei Männern und 83,6 pro 100.000 Personenjahre bei Frauen. Die Studie erfasste den Zeitraum 1995–2000 und ist daher ein epidemiologischer Anker, keine aktuelle deutsche Schätzung. Kodierungsverhalten, Altersstruktur und Versorgungssystem schränken die Übertragbarkeit ein. Details
Bei lebensbedrohlicher Hämoptyse bewertet das ACR Thoraxröntgen, kontrastverstärkte CT, CTA und Bronchialarteriografie mit Embolisation als 'Usually Appropriate'. CTA erhielt ein Rating von 8 und bei massiver Hämoptyse eine starke Evidenzbewertung. Auch bei nicht massiver Hämoptyse sind Thoraxröntgen, kontrastverstärkte CT und CTA üblicherweise angemessen. Das themenspezifische Dokument ist weiterhin als Revised 2019 ausgewiesen; im Aktualitätsfenster wurde kein neues Hämoptysen-Kapitel gefunden. Details
Elf Studien mit 2.015 Patienten und 226 bestätigten Lungenkarzinomen wurden eingeschlossen. Die gepoolte Sensitivität der CT betrug 98 % (95-%-KI 93–99 %) gegenüber 86 % (95-%-KI 63–95 %) für die flexible Bronchoskopie. Für die Bronchoskopie wurden eine Spezifität von 100 %, LR+ 1.152,7 und LR− 0,14 berichtet. Bei negativer CT fand sich kein wesentlicher routinemäßiger diagnostischer Zusatznutzen der Bronchoskopie; retrospektive Designs und Heterogenität begrenzen jedoch die Aussage. Details
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