article
article
Die globale Prävalenz der Herzinsuffizienz steigt, obwohl die Inzidenz in vielen Hochlohnländern stabilisiert oder rückläufig ist. Gründe sind Alterung, zunehmende Adipositas und metabolische Risikofaktoren, verbesserte Behandlung anderer kardiovaskulärer Erkrankungen und längeres Überleben. HFpEF nimmt einen großen Anteil der Herzinsuffizienzfälle ein, die genaue Quote variiert nach Definition und Population. Einheitliche HFpEF-spezifische Inzidenz- und 5-Jahres-Überlebenswerte lassen sich aus den heterogenen Daten nicht zuverlässig ableiten. Details
Die Meta-Analyse untersuchte Erwachsene mit Verdacht auf HFpEF und verglich die diagnostische Genauigkeit beider Scores. Für HFA-PEFF wurden eine gepoolte Sensitivität von 0,70, eine Spezifität von 0,90 und eine AUC von 0,90 berichtet. H2FPEF und HFA-PEFF zeigten keinen universell überlegenen Score, sondern einen Trade-off zwischen Sensitivität und Spezifität. Patienten mit intermediärer Wahrscheinlichkeit benötigen zusätzliche funktionelle oder invasive Diagnostik. Details
Bei symptomatischem Vorhofflimmern war ein HFA-PEFF-Score >=5 hochspezifisch, aber wenig sensitiv: Sensitivität 39,8% und Spezifität 90,6%. Ein H2FPEF-Score >=6 war sensitiver, aber weniger spezifisch, mit 69,3% Sensitivität und 65,6% Spezifität. Beide Scores ließen viele Patienten im intermediären Bereich. Vorhofflimmern, Adipositas und frühe belastungsabhängige HFpEF können daher eine invasive oder Belastungsdiagnostik erforderlich machen. Details
Das ACC-Update beschreibt EMPEROR-Preserved und DELIVER als Studien mit signifikanter Reduktion von Herzinsuffizienzereignissen, vor allem Hospitalisierungen. SGLT2-Hemmer werden bei HFpEF als Class-IIa-Option eingeordnet. Empagliflozin 10 mg und Dapagliflozin 10 mg werden ohne schrittweise Titration eingesetzt. Für GLP-1- beziehungsweise GIP/GLP-1-Therapien wird eine zunehmende Bedeutung bei HFpEF mit Adipositas erwartet, wobei die Evidenz phänotypabhängig bleibt. Details
Der NHS-Pfad nennt Dapagliflozin 10 mg täglich oder Empagliflozin 10 mg täglich für Erwachsene mit HFpEF. Die dort genannten Initiierungsgrenzen liegen bei GFR >15 ml/min für Dapagliflozin und eGFR >=20 ml/min/1,73 m2 für Empagliflozin. Bei Diabetes kann eine Anpassung von Insulin oder Sulfonylharnstoffen erforderlich sein. Lokale Fachinformationen und nationale Zulassungen müssen vor der Verordnung geprüft werden. Details
Die globale Prävalenz der Herzinsuffizienz steigt, obwohl die Inzidenz in vielen Hochlohnländern stabilisiert oder rückläufig ist. Gründe sind Alterung, zunehmende Adipositas und metabolische Risikofaktoren, verbesserte Behandlung anderer kardiovaskulärer Erkrankungen und längeres Überleben. HFpEF nimmt einen großen Anteil der Herzinsuffizienzfälle ein, die genaue Quote variiert nach Definition und Population. Einheitliche HFpEF-spezifische Inzidenz- und 5-Jahres-Überlebenswerte lassen sich aus den heterogenen Daten nicht zuverlässig ableiten. Details
Die Meta-Analyse untersuchte Erwachsene mit Verdacht auf HFpEF und verglich die diagnostische Genauigkeit beider Scores. Für HFA-PEFF wurden eine gepoolte Sensitivität von 0,70, eine Spezifität von 0,90 und eine AUC von 0,90 berichtet. H2FPEF und HFA-PEFF zeigten keinen universell überlegenen Score, sondern einen Trade-off zwischen Sensitivität und Spezifität. Patienten mit intermediärer Wahrscheinlichkeit benötigen zusätzliche funktionelle oder invasive Diagnostik. Details
Bei symptomatischem Vorhofflimmern war ein HFA-PEFF-Score >=5 hochspezifisch, aber wenig sensitiv: Sensitivität 39,8% und Spezifität 90,6%. Ein H2FPEF-Score >=6 war sensitiver, aber weniger spezifisch, mit 69,3% Sensitivität und 65,6% Spezifität. Beide Scores ließen viele Patienten im intermediären Bereich. Vorhofflimmern, Adipositas und frühe belastungsabhängige HFpEF können daher eine invasive oder Belastungsdiagnostik erforderlich machen. Details
Das ACC-Update beschreibt EMPEROR-Preserved und DELIVER als Studien mit signifikanter Reduktion von Herzinsuffizienzereignissen, vor allem Hospitalisierungen. SGLT2-Hemmer werden bei HFpEF als Class-IIa-Option eingeordnet. Empagliflozin 10 mg und Dapagliflozin 10 mg werden ohne schrittweise Titration eingesetzt. Für GLP-1- beziehungsweise GIP/GLP-1-Therapien wird eine zunehmende Bedeutung bei HFpEF mit Adipositas erwartet, wobei die Evidenz phänotypabhängig bleibt. Details
Der NHS-Pfad nennt Dapagliflozin 10 mg täglich oder Empagliflozin 10 mg täglich für Erwachsene mit HFpEF. Die dort genannten Initiierungsgrenzen liegen bei GFR >15 ml/min für Dapagliflozin und eGFR >=20 ml/min/1,73 m2 für Empagliflozin. Bei Diabetes kann eine Anpassung von Insulin oder Sulfonylharnstoffen erforderlich sein. Lokale Fachinformationen und nationale Zulassungen müssen vor der Verordnung geprüft werden. Details
Artikel
Artikel