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Der internationale AHA/ACC/ESC/WHF-Konsensus hält an den Stadien A, B beziehungsweise pre-HF, C und D fest. Er verlässt starre LVEF-Cutoffs zugunsten der klinisch handlungsorientierten Kategorien reduzierte, erhaltene und verbesserte EF, ohne bestehende Therapiegrenzen unmittelbar außer Kraft zu setzen. HF mit verbesserter EF beschreibt eine früher reduzierte LVEF, die um mindestens 10 Prozentpunkte auf >40% gestiegen ist; Diagnose, Überwachung und meist auch GDMT bleiben bestehen. Zusätzlich wird eine universelle ätiologische Klassifikation eingeführt, darunter ischämische, hypertensive, valvuläre, arrhythmiebedingte, infiltrative, infektiöse, entzündliche, toxische, hereditäre und metabolische Kardiomyopathien. Details
Die globale HF-Prävalenz wird auf 1% bis 3% geschätzt; für 2021 wurden 55,5 Millionen Fälle beziehungsweise 676,68 Fälle pro 100.000 Einwohner angegeben. In einer Synthese von 60 Studien mit etwa 1,5 Millionen Patienten betrug die Mortalität 13% nach einem Jahr, 27% nach zwei Jahren, 43% nach fünf Jahren und 65% nach zehn Jahren. Alter, Versorgungssetting und Region verursachten erhebliche Prognoseunterschiede. In einer französischen Kohorte war bereits mindestens eine kardiologische Konsultation mit einer absoluten Reduktion der folgenden 1-Jahres-Mortalität um 6% bis 9% assoziiert, wobei ein kausaler Effekt aus Beobachtungsdaten nicht sicher ableitbar ist. Details
Aus 42 Studien ergab sich eine globale Gesamt-HF-Inzidenz von 2,72 pro 1000 Personenjahre, entsprechend 272 pro 100.000, bei I² 100%. Für HFrEF betrug die gepoolte Inzidenz 1,77 pro 1000 Personenjahre beziehungsweise 177 pro 100.000, 95% CI 56–560, bei I² 99,8%. Für Europa wurden 265 und für Deutschland 477 Fälle pro 100.000 Personenjahre geschätzt. Die extrem hohe Heterogenität reflektiert Unterschiede in Alter, Falldefinition, Datenquellen und Gesundheitssystemen und macht die Werte zu groben Belastungsschätzungen statt präzisen individuellen Risiken. Details
Bei HFrEF sollen ACE-Hemmer, Betablocker, MRA und SGLT2-Hemmer angeboten werden; bei fortbestehenden Symptomen unter maximal tolerierten Dosen soll ein Wechsel auf ARNI erwogen werden. NT-proBNP >2000 pg/ml erfordert fachärztliche Beurteilung und Echokardiografie innerhalb von 2 Wochen, 400–2000 pg/ml innerhalb von 6 Wochen; <400 pg/ml macht HF weniger wahrscheinlich, schließt sie aber nicht sicher aus. Nierenfunktion und Elektrolyte sind vor sowie 1–2 Wochen nach Beginn und jeder Dosissteigerung von ACE-Hemmer, ARNI, ARB oder MRA und anschließend alle 3–6 Monate zu kontrollieren. Bei HFrEF sollen Ferritin, TSAT und Hämoglobin bestimmt und bei TSAT <20% oder Ferritin <100 ng/ml sowie Hämoglobin <150 g/l intravenöses Eisen erwogen werden. Ein individualisiertes bewegungsbasiertes Rehabilitationsprogramm soll Training, Edukation und psychologische Komponenten verbinden. Details
REFER untersuchte 304 überwiegend ältere Patienten mit HF-Verdacht in der Primärversorgung; 104 beziehungsweise 34,2% hatten bestätigte HF. Bei NT-proBNP ≥125 pg/ml betrugen Sensitivität 94,2%, Spezifität 49,0%, LR+ 1,85 und LR− 0,12. Bei ≥400 pg/ml betrugen Sensitivität 76,9% und Spezifität 91,5%, entsprechend LR+ ungefähr 9,0 und LR− ungefähr 0,25. Der niedrigere Cutoff eignet sich besser zum Ausschluss, verursacht aber zahlreiche Echokardiografie-Überweisungen; der höhere Cutoff ist spezifischer, übersieht jedoch relevante HF-Fälle. Details
Der internationale AHA/ACC/ESC/WHF-Konsensus hält an den Stadien A, B beziehungsweise pre-HF, C und D fest. Er verlässt starre LVEF-Cutoffs zugunsten der klinisch handlungsorientierten Kategorien reduzierte, erhaltene und verbesserte EF, ohne bestehende Therapiegrenzen unmittelbar außer Kraft zu setzen. HF mit verbesserter EF beschreibt eine früher reduzierte LVEF, die um mindestens 10 Prozentpunkte auf >40% gestiegen ist; Diagnose, Überwachung und meist auch GDMT bleiben bestehen. Zusätzlich wird eine universelle ätiologische Klassifikation eingeführt, darunter ischämische, hypertensive, valvuläre, arrhythmiebedingte, infiltrative, infektiöse, entzündliche, toxische, hereditäre und metabolische Kardiomyopathien. Details
Die globale HF-Prävalenz wird auf 1% bis 3% geschätzt; für 2021 wurden 55,5 Millionen Fälle beziehungsweise 676,68 Fälle pro 100.000 Einwohner angegeben. In einer Synthese von 60 Studien mit etwa 1,5 Millionen Patienten betrug die Mortalität 13% nach einem Jahr, 27% nach zwei Jahren, 43% nach fünf Jahren und 65% nach zehn Jahren. Alter, Versorgungssetting und Region verursachten erhebliche Prognoseunterschiede. In einer französischen Kohorte war bereits mindestens eine kardiologische Konsultation mit einer absoluten Reduktion der folgenden 1-Jahres-Mortalität um 6% bis 9% assoziiert, wobei ein kausaler Effekt aus Beobachtungsdaten nicht sicher ableitbar ist. Details
Aus 42 Studien ergab sich eine globale Gesamt-HF-Inzidenz von 2,72 pro 1000 Personenjahre, entsprechend 272 pro 100.000, bei I² 100%. Für HFrEF betrug die gepoolte Inzidenz 1,77 pro 1000 Personenjahre beziehungsweise 177 pro 100.000, 95% CI 56–560, bei I² 99,8%. Für Europa wurden 265 und für Deutschland 477 Fälle pro 100.000 Personenjahre geschätzt. Die extrem hohe Heterogenität reflektiert Unterschiede in Alter, Falldefinition, Datenquellen und Gesundheitssystemen und macht die Werte zu groben Belastungsschätzungen statt präzisen individuellen Risiken. Details
Bei HFrEF sollen ACE-Hemmer, Betablocker, MRA und SGLT2-Hemmer angeboten werden; bei fortbestehenden Symptomen unter maximal tolerierten Dosen soll ein Wechsel auf ARNI erwogen werden. NT-proBNP >2000 pg/ml erfordert fachärztliche Beurteilung und Echokardiografie innerhalb von 2 Wochen, 400–2000 pg/ml innerhalb von 6 Wochen; <400 pg/ml macht HF weniger wahrscheinlich, schließt sie aber nicht sicher aus. Nierenfunktion und Elektrolyte sind vor sowie 1–2 Wochen nach Beginn und jeder Dosissteigerung von ACE-Hemmer, ARNI, ARB oder MRA und anschließend alle 3–6 Monate zu kontrollieren. Bei HFrEF sollen Ferritin, TSAT und Hämoglobin bestimmt und bei TSAT <20% oder Ferritin <100 ng/ml sowie Hämoglobin <150 g/l intravenöses Eisen erwogen werden. Ein individualisiertes bewegungsbasiertes Rehabilitationsprogramm soll Training, Edukation und psychologische Komponenten verbinden. Details
REFER untersuchte 304 überwiegend ältere Patienten mit HF-Verdacht in der Primärversorgung; 104 beziehungsweise 34,2% hatten bestätigte HF. Bei NT-proBNP ≥125 pg/ml betrugen Sensitivität 94,2%, Spezifität 49,0%, LR+ 1,85 und LR− 0,12. Bei ≥400 pg/ml betrugen Sensitivität 76,9% und Spezifität 91,5%, entsprechend LR+ ungefähr 9,0 und LR− ungefähr 0,25. Der niedrigere Cutoff eignet sich besser zum Ausschluss, verursacht aber zahlreiche Echokardiografie-Überweisungen; der höhere Cutoff ist spezifischer, übersieht jedoch relevante HF-Fälle. Details
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