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Das internationale AHA/ACC/ESC/WHF-Konsensusdokument wurde am 29.06.2026 publiziert. Es verfeinert die HF-Stadien, führt eine universelle Klassifikation der Ursachen ein und berücksichtigt geografische Unterschiede der Ätiologie. Die Definition entfernt sich von einer ausschließlich rigiden Interpretation der LVEF und verwendet klinisch handlungsorientierte Kategorien reduced, preserved und improved EF. Für die Anwendung der bisherigen HFrEF-RCTs bleiben deren Einschlussgrenzen, meist LVEF ≤40%, dennoch maßgeblich. Details
Die globale Zahl der mit Herzinsuffizienz lebenden Erwachsenen wird auf mehr als 64 Millionen geschätzt. In Ländern mit hohem Einkommen hat sich die Inzidenz stabilisiert oder ist gesunken, während die Prävalenz durch Alterung, Risikofaktoren und verbessertes Überleben weiter steigt. Die berichteten Populationswerte variieren erheblich mit Alter, Region, Falldefinition und Datenquelle, weshalb kein einzelner globaler HFrEF-Inzidenzwert pro 100.000 universell übertragbar ist. Der Anteil von HFpEF nimmt zu, HFrEF bleibt jedoch besonders mit ischämischer Herzkrankheit und männlichem Geschlecht verbunden. Details
NICE empfiehlt seit 03.09.2025 ACE-Hemmer, Betablocker, MRA und SGLT2-Hemmer für neu diagnostizierte und vorbestehende HFrEF. Bei persistierenden Symptomen unter maximal tolerierten Dosen wird ein Wechsel vom ACE-Hemmer zu ARNI erwogen; bei ACE-Hemmer-Intoleranz kann ARNI bereits Teil der initialen Kombination sein. Kreatinin/eGFR und Elektrolyte werden vor Beginn, 1–2 Wochen nach Beginn und jeder Dosissteigerung sowie stabil alle 3–6 Monate kontrolliert. Eisenstatus wird mit TSAT, Ferritin und Hämoglobin erfasst; IV-Eisen kann bei TSAT <20% oder Ferritin <100 ng/ml und Hb <150 g/l erwogen werden. Details
Nach HF-Hospitalisierung wird eine intensive Strategie mit Therapiebeginn vor Entlassung und rascher Auftitration bei häufigen Kontakten in den ersten sechs Wochen als Klasse I/B empfohlen. Bei symptomatischer HFrEF oder HFmrEF und Eisenmangel wird IV-Eisen zur Verbesserung von Symptomen und Lebensqualität mit Klasse I/A empfohlen. Ferricarboxymaltose oder Ferriderisomaltose soll zur Reduktion von HF-Hospitalisierungen erwogen werden, Klasse IIa/A. Die häufig verwendete Eisenmangeldefinition ist Ferritin <100 µg/l oder Ferritin 100–299 µg/l zusammen mit TSAT <20%. Details
Die Meta-Analyse schloss 24 Studien mit 26.565 Teilnehmern ein. Für NT-proBNP zur Erkennung systolischer LV-Dysfunktion in Hochrisikopopulationen betrugen Sensitivität 0,87 und Spezifität 0,84; daraus ergeben sich rechnerisch LR+ 5,44 und LR− 0,15. Für BNP lagen Sensitivität und Spezifität bei 0,75 und 0,78, entsprechend LR+ 3,41 und LR− 0,32. Die Heterogenität war hoch, Schwellenwerte variierten und der Zielzustand war LV-Dysfunktion, nicht in allen Studien klinisch adjudizierte HFrEF. Details
Das internationale AHA/ACC/ESC/WHF-Konsensusdokument wurde am 29.06.2026 publiziert. Es verfeinert die HF-Stadien, führt eine universelle Klassifikation der Ursachen ein und berücksichtigt geografische Unterschiede der Ätiologie. Die Definition entfernt sich von einer ausschließlich rigiden Interpretation der LVEF und verwendet klinisch handlungsorientierte Kategorien reduced, preserved und improved EF. Für die Anwendung der bisherigen HFrEF-RCTs bleiben deren Einschlussgrenzen, meist LVEF ≤40%, dennoch maßgeblich. Details
Die globale Zahl der mit Herzinsuffizienz lebenden Erwachsenen wird auf mehr als 64 Millionen geschätzt. In Ländern mit hohem Einkommen hat sich die Inzidenz stabilisiert oder ist gesunken, während die Prävalenz durch Alterung, Risikofaktoren und verbessertes Überleben weiter steigt. Die berichteten Populationswerte variieren erheblich mit Alter, Region, Falldefinition und Datenquelle, weshalb kein einzelner globaler HFrEF-Inzidenzwert pro 100.000 universell übertragbar ist. Der Anteil von HFpEF nimmt zu, HFrEF bleibt jedoch besonders mit ischämischer Herzkrankheit und männlichem Geschlecht verbunden. Details
NICE empfiehlt seit 03.09.2025 ACE-Hemmer, Betablocker, MRA und SGLT2-Hemmer für neu diagnostizierte und vorbestehende HFrEF. Bei persistierenden Symptomen unter maximal tolerierten Dosen wird ein Wechsel vom ACE-Hemmer zu ARNI erwogen; bei ACE-Hemmer-Intoleranz kann ARNI bereits Teil der initialen Kombination sein. Kreatinin/eGFR und Elektrolyte werden vor Beginn, 1–2 Wochen nach Beginn und jeder Dosissteigerung sowie stabil alle 3–6 Monate kontrolliert. Eisenstatus wird mit TSAT, Ferritin und Hämoglobin erfasst; IV-Eisen kann bei TSAT <20% oder Ferritin <100 ng/ml und Hb <150 g/l erwogen werden. Details
Nach HF-Hospitalisierung wird eine intensive Strategie mit Therapiebeginn vor Entlassung und rascher Auftitration bei häufigen Kontakten in den ersten sechs Wochen als Klasse I/B empfohlen. Bei symptomatischer HFrEF oder HFmrEF und Eisenmangel wird IV-Eisen zur Verbesserung von Symptomen und Lebensqualität mit Klasse I/A empfohlen. Ferricarboxymaltose oder Ferriderisomaltose soll zur Reduktion von HF-Hospitalisierungen erwogen werden, Klasse IIa/A. Die häufig verwendete Eisenmangeldefinition ist Ferritin <100 µg/l oder Ferritin 100–299 µg/l zusammen mit TSAT <20%. Details
Die Meta-Analyse schloss 24 Studien mit 26.565 Teilnehmern ein. Für NT-proBNP zur Erkennung systolischer LV-Dysfunktion in Hochrisikopopulationen betrugen Sensitivität 0,87 und Spezifität 0,84; daraus ergeben sich rechnerisch LR+ 5,44 und LR− 0,15. Für BNP lagen Sensitivität und Spezifität bei 0,75 und 0,78, entsprechend LR+ 3,41 und LR− 0,32. Die Heterogenität war hoch, Schwellenwerte variierten und der Zielzustand war LV-Dysfunktion, nicht in allen Studien klinisch adjudizierte HFrEF. Details
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